Internationale Corona-Krisenbekämpfung braucht gendergerechte Investitionen

WIDE-Presseaussendung

Kindergarten Maske(Wien, 28.5.2020) WIDE, das entwicklungspolitische Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven, begrüßt den Willen der österreichischen Bundesregierung zur Erhöhung des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit. Die Erhöhung ist mehr als überfällig, und WIDE erwartet, dass die angekündigte Erhöhung auch hält! Denn die Entwicklungszusammenarbeit steht nur als „Ermessensausgabe“ im Budget und ist daher erfahrungsgemäß kürzungsgefährdet. Darüber hinaus müssen sehr rasch weitere Mittel zur internationalen Krisenbekämpfung zur Verfügung gestellt werden.

(Wien, 17.02.2020) Der Verein JOAN ROBINSON (Verein zur Förderung frauengerechter Verteilung ökonomischen Wissens) und WIDE (Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven) erklären sich solidarisch mit den Beschäftigten in der Sozialwirtschaft.

Care-Arbeit ist Gradmesser für das zivilisatorische Niveau unserer Gesellschaft!

Die Qualität und Verfügbarkeit von Sorge-, Betreuungs-, und Pflegeleistungen, sowie entsprechende Rahmenbedingungen und Bezahlung für die Menschen, die diese Arbeit leisten, ist ein Gradmesser für das zivilisatorische Niveau eines Gemeinwesens.

Ernüchternde Fakten und feministische Forderungen

(Wien, 17.12.2019) Global gesehen leisten Frauen drei Viertel aller unbezahlten Haushalts-, Betreuungs- und ehrenamtlichen Arbeit. Weltweit werden unbezahlt täglich 16,4 Milliarden Stunden Arbeit geleistet. Das entspricht 2 Milliarden Menschen, die täglich 8 Stunden arbeiten.  Würde die gesamte unbezahlte Haushalts- und Betreuungsarbeit auf der Basis von Mindestlöhnen in Geld bewertet, so würde das laut Berechnung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (2018) 9% der globalen Wertschöpfung (BIP) entsprechen.

b_170_0_16777215_00_images_fotos_2019_Informeller-Sektor-USA-kl.jpgUN-Frauenstatuskonferenz thematisiert soziale Sicherheit und Infrastruktur für Gleichstellung

(Wien, 7.3.2019) WIDE begrüßt, dass die UN-Frauenstatuskommission das Thema „soziale Sicherheit, öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur“ in den Mittelpunkt ihrer jährlichen internationalen Konferenz vom 11.-22. März in New York stellt.

Femme Fiscale fordert Ausbau des Sozialstaates für alle statt teure Klientelpolitik

(11.1.2019) Die seitens der Bundesregierung angekündigte Steuerreform wird in erster Linie Konzerne und Bessergestellte begünstigen, kritisiert "Femme Fiscale", eine Initiative, die sich für geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzt.