Feminist approaches to gender, migration, and democracy

WIDE Europe frontpagePublikation:

“The Europe we want? Feminist approaches to gender, migration, and democracy“

November 2018

Herausgegeben von WIDE

(21.11.2018) In dieser Publikation setzen sich verschiedene Autorinnen mit genderspezifischen Aspekten von Flucht und Migration und mit den Diskursen über Flucht und Migration nach Europa auseinander, mit besonderem Fokus auf Herausforderungen in Spanien, Österreich, Polen, Belgien und Schweden. Die Publikation ist das Resultat eines zweijährigen Erasmus+ Projekts, an dem fünf Partner-Organisationen* aus dem europäischen WIDE+ Netzwerk teilgenommen haben.

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Wie die gegenwärtige Diskussion über den Globalen Compact zu Migration zeigt, ist ‚Migration‘ in mehreren EU-Ländern, darunter Österreich, zu einem die Innenpolitik über weite Strecken bestimmenden Thema geworden, dem die internationale und europäische Zusammenarbeit bei dieser (globalen) Herausforderung zum Opfer fällt. Rechtspopulistische Bewegungen und Parteien spielen mit Ängsten und rassistischen Bildern und versprechen „Sicherheit“ durch Abschottung als einzige Antwort auf die Herausforderungen durch Migration.

Geschlechtsspezifische Fluchtursachen und Migrationserfahrungen

Das restriktive EU-Grenzregime hat allerdings massive Auswirkungen auf die Sicherheit von Flüchtlingen und Migrant*innen, insbesondere von Frauen. An der EU-Südgrenze in Andalusien etwa ist Frauenhandel ein damit einhergehendes Gewalt-Phänomen.

Knapp die Hälfte der internationalen Flüchtlinge und Migrantinnen sind Frauen. Um ihre Flucht- und Migrationsgründe zu verstehen, müssen strukturelle Ungleichheiten (wie Handelsungleichgewichte zwischen EU und Entwicklungsländern) ebenso wie spezifische Bedingungen (Kriege, Repression) und spezifische Benachteiligungen von Frauen und Mädchen in den Herkunftsländern in den Blick genommen werden.

Als Flüchtlinge und Migrantinnen in Europa sind Frauen ebenfalls mit geschlechtsspezifischer Diskriminierung konfrontiert. Während des Projekts fand ein inspirierender Austausch über Initiativen für das Empowerment von weiblichen Flüchtlingen und Migrant*innen statt, viele davon von Migrant*innen selbst getragen.

Feministischer Beitrag zur Erwachsenenbildung

Ein Fazit der Autorinnen ist, dass die Frauen-/Menschenrechte und europäischen Grundrechte dem Sicherheitsdiskurs nicht untergeordnet werden dürfen. Empathie und Solidarität sind Grundwerte, für die WIDE und die am Projekt beteiligten Organisationen eintreten. Vielfältige solidarische Initiativen der Zivilgesellschaft, oftmals von Frauen getragen, sind ein Kontrapunkt und zukunftsweisende Praxis gegenüber rassistischen, mit Stereotypen über Gender und kulturelle Unterschiede aufgeladenen Diskursen und ausgrenzenden Praktiken.

Die vorliegende Publikation lädt dazu ein, Gender-Spezifika und auch einzelne nationale Kontexte besser zu verstehen, und Anregungen aus der vielfältigen feministischen und antirassistischen Praxis der Arbeit mit Flüchtlingen und Migrant*innen in Bezug auf die Erwachsenenbildung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

*Projektpartnerinnen:

WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven (Österreich)
www.wide-netzwerk.at 
CEIM – Centro de Estudios e Investigación sobre Mujeres (Spanien)
www.ceim.eu 
Le Monde selon les femmes (Belgien)
www.mondefemmes.be 
GADIP – Network Gender and Development in Practice (Schweden)
www.gadip.se
Karat Coalition (Polen)
www.karat.org 
WIDE+ – Women in Development+ (Belgien)
wideplus.org

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http://www.wide-netzwerk.at/images/publikationen/2018/TheEuropeWeWant-FeministApproaches-Migration.pdf

eu flag co funded erasmusplus

 

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(Presseaussendung als pdf)