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(25.2.2020) Ökonomisches Empowerment ist eine Grundlage für ein selbstständiges und autonomes Leben von Frauen. Dazu gehört der Zugang zu und die Kontrolle über Ressourcen (Geld/Kapital, Land, Wissen, Arbeit, Zeit…) sowie politische und private Entscheidungs- und Definitionsmacht.

Längst herrscht internationaler Konsens über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Frauen: Die meisten Länder haben die Frauenrechtskonvention (1979) ratifiziert; jedoch stößt deren Umsetzung in tatsächliche Gleichstellung immer noch und immer wieder auf viele Hindernisse.

WIDE-Update 2/2020 als pdf

Verschiedenste "Empowerment"-Ansätze

Viele lokale und internationale Akteuer*innen, gerade auch NGOs, verfolgen Ansätze des ökonomischen Empowerments von Frauen. Überall auf der Welt organisieren sich Frauen, sei es in Form von Frauenorganisationen, Kooperativen oder Gewerkschaften. Einige Ansätze der Organisation von Frauen in der informellen Wirtschaft in Ländern des globalen Südens werden vorgestellt.

Weiters geht es auch darum, warum Mikrokredite als propagierter Weg aus der Armut ihr Verspechen so nicht halten, und welche begleitenden Ansätze es braucht, damit Frauen von lokalen Formen des Sparens und der Kreditvergabe profitieren können.

Ökonomisches Empowerment in einer immer ungleicheren Welt?

Mehrere der in diesem WIDE-Update vorgestellten Beiträge beschäftigen sich mit Hindernissen für die ökonomische Stärkung von Frauen. Dazu zählen neoliberale Politiken, die zu einer Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und einem Anwachsen der informellen Wirtschaft führen, die Ungleichverteilung von unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern und die mangelnde Finanzierung öffentlicher Strukturen zur Entlastung von Frauen.

Daher werden insbesondere auch die makro-ökonomischen Rahmenbedingungen beleuchtet, die nötig sind, damit Frauen ihre Situation verbessern und Selbstbestimmung erlangen können.

WIDE-Update 2/2020: Ökonomisches Empowerment von Frauen