Final Header WIDE(8.4.2020) In diesem WIDE-Update stellen wir internationale Standards zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten (SRHR) in der humanitären Hilfe vor. 

Die COVID-19-Pandemie überlagert und verschärft die vielen aktuell bestehenden Krisensituationen. Akteur*innen im humanitären Bereich sind gefordert, den Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte auch jetzt nicht auszublenden, sondern in ihr Handeln zu integrieren.

WIDE-Update 3/2020 als pdf

Gender-Assessments in Krisensituationen

Ausgangspunkt dieses Updates - das im Wesentlichen vor der Corona-Krise entstanden ist - sind Standarddokumente zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten, wobei das (UN-) „Inter-Agency Standing Committee for Reproductive Health in Crises“ als das wichtigste Koordinierungsnetzwerk in diesem Bereich für die humanitärer Hilfe die größte Rolle spielt, und die politische Brisanz des Themas angesichts des Erstarkens rechts-populistischer Bewegungen.

Verschiedene spezifische Themen werden im WIDE-Update besonders berücksichtigt, wie geschlechtsbasierte und sexualisierte Gewalt in Konflikten und Schutz vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch. 

Um internationalen Konsens zu finden, wird oft nicht explizit angesprochen, „was Sache ist“. Wir informieren über die menschenrechtlichen und völkerrechtlichen Grundlagen bezüglich sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten in Krisensituationen und gehen auch auf kritische Aspekte, wie Notfallverhütung und sicheren Schwangerschaftsabbruch, ein.

Weiters werden hilfreiche Ressourcen für die Bewusstseinsbildung und die Projektentwicklung zu SRHR in der humanitären Hilfe vorgestellt, ergänzt durch aktuelle Analysen zu Gender und SRHR im Kontext der COVID-19-Pandemie.

Ein kleines Glossar am Ende ist dazu gedacht, die vielfach unvermeidlichen Abkürzungen in verständliche Begriffe zu bringen.

WIDE-Update 3/2020: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte in humanitären Krisen (pdf)