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(23.4.2020) Die Corona-Pandemie hat die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Wie unter einer Lupe werden durch die Krise strukturelle globale Probleme sichtbar, insbesondere die unterfinanzierten Gesundheits- und Pflegesysteme, der Mangel an sozialer Sicherheit, Gewalt gegen Frauen, die hohe Abhängigkeit von globalen Lieferketten und die Beeinträchtigung der Ernährungsgrundlagen durch Umweltzerstörung.


WIDE-Update 4/2020: Gender & Covid-19-Krise (pdf)

In diesem WIDE-Update geht es um die Folgen der Corona-Krise aus entwicklungspolitisch-feministischer Perspektive. Es werden Briefings von internationalen Agenturen und feministischen NGOs vorgestellt, in denen kurz- und mittelfristige Folgen der Pandemie für Frauen in Ländern des globalen Südens und notwendige Maßnahmen aufgezeigt werden. Es geht zudem um längerfristige Folgen sowie um die Frage, wie Mittel zur Krisenbewältigung in Ländern des globalen Südens mobilisiert werden können.

Viele Frauenorganisationen aus Asien, Afrika und Lateinamerika fordern eine systemische Umorientierung hin zu einer anderen Ökonomie, in der existenzsichernde Löhne bezahlt werden, Bildung und menschliche Sorge-Arbeit wertgeschätzt und die Ressourcenausplünderung und Umweltzerstörung beendet wird. Da derzeit sehr viel öffentliches Geld in die Hand genommen werden muss, wird gefordert, öffentliche Investitionen so zu tätigen, dass zugleich Weichenstellungen in Richtung Nachhaltigkeit vorgenommen werden.

Das WIDE-Update gliedert sich in drei Abschnitte:

Zu Beginn stehen Beiträge, in denen es um die unmittelbaren Folgen von der Corona-Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung auf Frauen* in Ländern des globalen Südens geht. Im zweiten Teil (ab S.10) geht es um feministische Forderungen betreffend makroökonomische Zusammenhänge und Finanzierungsfragen, und im dritten Teil (S.15) werden einige genderspezifische Tools für die praktische Arbeit in der Corona-Krise präsentiert.

WIDE-Update 4/2020: Gender & Covid-19-Krise